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Sonstiges   Damit auch nur das Lichtlein brennt...
29.11.2009 von Fischer

Brennender Adventskranz.

Nie werden in Privathaushalten so viele Kerzen angezündet wie in der Advents- und Weihnachtszeit. Auf Gestecken, Adventskränzen und nicht zuletzt dem Christbaum sorgen sie für weihnachtliches Ambiente. Doch schnell wird die Weihnachtsromantik zum gefährlichen Brand, nämlich dann, wenn Sie nicht richtig mit dieser Gefahr umgehen! Damit das nicht passiert, geben wir einige wertvolle Tipps:

* Kaufen Sie Gestecke oder Ihren Weihnachtsbaum nicht zu früh. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Zweige frisch sind. Bereits ausgetrocknete und nadelnde Bäume entwickeln sich in warmen Stuben zu echten Brandbomben.
* Achten Sie darauf, dass Christbaum und Kerzen einen sicheren Stand haben! Ein Baum-Ständer ist unverzichtbar! Bitte stellen Sie den Baum nicht unmittelbar neben Türen auf – im Brandfall muss der Fluchweg frei sein!
* Lassen Sie die Kerzen niemals aus den Augen. Um ein Feuer auszulösen müssen Kerzen nicht - wie immer wieder fälschlich angenommen - herunterbrennen. Ein Windstoß und Funkenflug, oder das Umkippen der Kerze hat genauso schlimme Folgen. Hängen Sie sich doch einfach ein Schild an Ihre Haustür, das Sie beim Verlassen Ihrer Wohnung sehen. (z.B. "Kerzen aus?"). Auch elektrische Beleuchtung sollte besser nicht unbeaufsichtigt betrieben werden – oder lassen Sie den Fernseher auch eingeschaltet, wenn Sie zur Arbeit fahren?
* Lassen Sie niemals Kinder allein mit offenen Feuer. Diese werden durch den Lichterglanz wie magisch angezogen. Und auch wenn kein Brand entsteht, können schwere Verbrennungen die Folge sein. Auch Streichhölzer und Feuerzeuge sollten trotz permanentem Betrieb sicher aufbewahrt werden.
* Das gleiche gilt auch für Haustiere. Katzen zum Beispiel finden schnell Gefallen an der flackernden, scheinbar lebenden Flamme.
* Achten Sie drauf, daß die Kerzen keine brennbare "Nahrung" in ihrer Nähe finden. Dazu gehören z.B. Dekoration, Vorhänge, Wandteppiche, Möbel, usw.
* Haben Sie Löschmöglichkeiten in der Nähe? Ein Feuerlöscher ist hilfreich, vorausgesetzt Sie wissen wo er hängt und er wurde in den letzten zwei Jahren gewartet. Andernfalls kann es sein, daß das Löschpulver bereits verhärtet ist und der Löscher nutzlos ist. Empfehlenswert für den Einsatz in Privat-Haushalten: Schaum- oder Wasserlöscher. Diese sind zwar meist teurer, verursachen jedoch weniger Schmutz.
* Ein brennender Adventskranz oder ein Gesteck kann aber noch einfacher gelöscht werden: Mit einer Löschdecke. Diese können Sie z.B. in den Baumärkten oder Kaufhäusern erstehen. Werfen Sie die Decke über das Feuer und achten Sie darauf, daß der Brand komplett abgedeckt ist. Lassen Sie die Decke solange liegen, bis kein Rauch mehr aufsteigt. Durch diese Methode wird dem Feuer der nötige Sauerstoff entzogen. Übrigens: Im Notfall kann auch eine normale Decke oder eine Jacke den gleichen Effekt erzielen.
* Elektrische Beleuchtung (Lichterketten) muss unbedingt CE- oder noch besser GS-geprüft sein. Achten Sie schon beim Kauf darauf, dass die Packung entsprechende Prüfsiegel trägt. Die Lichterketten dürfen nicht schadhaft sein, auch scheinbar hilfreiche Reparaturen mit Isolations-Klebeband sind potentielle Feuerquellen.
* Denken Sie an die Rauchmelder - sie sind günstig und die einzig verlässlichen Feuermelder in der Nacht. Wer keine besitzt, könnte sich jetzt selbst ein sinnvolles Geschenk machen... Rauchmelderbesitzer sollten am besten jetzt die Batterien prüfen und eventuell auswechseln.
* Gehen Sie kein Risiko ein: Wenn Sie das Feuer nicht mehr löschen können,verlassen Sie das Haus und warnen Sie Ihre Mitbewohner. Schließen Sie alle Türen und Fenster, damit sich der Brand nicht ausbreitet! (Bitte nicht abschließen!)
* Rufen Sie die Feuerwehr! (Telefon: 112) Wir sind rund um die Uhr für Sie einsatzbereit. Auch an Weihnachten und Silvester.


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